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Gibt es nun nach der Wirtschaftskrise, der Finanzkrise, der Euro-Krise und der Schuldenkrise auch noch die Kirchenkrise? Vielleicht ist es hilfreich, wenn wir zum ursprünglichen Sinn des Wortes „Krise“ zurück finden. Ohne „Krise“ hätte es keine Reformation gegeben!
Krisen sind keine Katastrophen
Sprachlich entstammt das Wort „Krise“ drei verschiedenen Wurzeln: Zum einen dem griechischen Wort „krisis“, welches so viel bedeutet wie „Entscheidung, entscheidende Wende“. Diese Wende muss nicht negativ sein! Die zweite Wurzel des Wortes „Krise“ ist das lateinische Wort „cribum“, welches so viel bedeutet wie „Sieb“. In eine ähnliche Richtung weist die dritte sprachliche Wurzel des Wortes „Krise“, nämlich das mittelhochdeutsche Wort „kreian“, was so viel heißt wie „reinigen“.
„Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihm nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.“ (Max Frisch)
Eine Krise bringt also eine entscheidende Wende. Sie siebt Unnötiges von Nötigem aus und hat somit reinigende und läuternde Wirkung. Sie ist eine schmerzhafte, aber klärende Erfahrung. Wer in einer Krise steckt, weiß noch nicht, ob sich die Sache zum Guten oder zum Schlechten wenden wird. Diese Ungewissheit macht unruhig, aber in aller Regel ist die Gleichsetzung von „Krise“ und „Katastrophe“ kurzschlüssig.
„Das Wort Krise setzt sich im Chinesischen aus zwei Schriftzeichen zusammen – das eine bedeutet „Gefahr“ und das andere „Gelegenheit“.“ (John F. Kennedy)
Vertrauen auf Gottes Möglichkeiten auch in der Krise
Eine „Krise der Kirche“ kann durchaus etwas Positives auslösen. Voraussetzung dafür ist, dass wir auf Gottes Wirken auch in der Krise vertrauen. Wenn wir davon überzeugt sind, dass uns Gott auch in der Krise führt, können wir auch die notwendigen mutigen Schritte tun. Es mag sein, dass sich Strukturen, Finanzen, Personalzuweisungen usw. ändern. Es mag sein, dass wir uns auch als „Kirche vor Ort“ von manchem verabschieden müssen, was uns lieb geworden ist. Aber unsere inhaltliche Mitte bleibt bestehen.
Dabei sollten wir uns – mit dem Reformator Martin Luther - immer wieder klar machen, dass unsere Quelle die frohe Botschaft von der Liebe Gottes zu allen Menschen ist. Wir sind als Christinnen und Christen in diese Zeit, in diese Gesellschaft und an diesen Ort gestellt. Hier und heute haben wir zu wirken, damit alle Menschen etwas von Gottes Liebe erfahren.
Die christliche Botschaft ist nicht in der Krise
Möglicherweise sind wir im Moment nicht in der Lage, die frohe Botschaft so „an den Mann oder an die Frau“ zu bringen, dass sie dort sofort Wurzeln schlägt. Auch daran müssen wir arbeiten! Aber die christliche Botschaft ist nicht in der Krise. Dies merken wir auch, wenn wir über den Tellerrand hinaus schauen. Das Christentum wächst heute in den meisten Erdteilen der Welt sehr stark, besonders in Asien und Afrika. Hier zeigt sich, dass die christliche Botschaft nicht in der Krise ist, sondern nach wie vor die Menschen erreicht.
Mit der Hoffnung auf die Chance in der Krise grüßt Sie Ihr Pfarrer Detlev Schilling
Krisen sind keine Katastrophen
Sprachlich entstammt das Wort „Krise“ drei verschiedenen Wurzeln: Zum einen dem griechischen Wort „krisis“, welches so viel bedeutet wie „Entscheidung, entscheidende Wende“. Diese Wende muss nicht negativ sein! Die zweite Wurzel des Wortes „Krise“ ist das lateinische Wort „cribum“, welches so viel bedeutet wie „Sieb“. In eine ähnliche Richtung weist die dritte sprachliche Wurzel des Wortes „Krise“, nämlich das mittelhochdeutsche Wort „kreian“, was so viel heißt wie „reinigen“.
„Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihm nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.“ (Max Frisch)
Eine Krise bringt also eine entscheidende Wende. Sie siebt Unnötiges von Nötigem aus und hat somit reinigende und läuternde Wirkung. Sie ist eine schmerzhafte, aber klärende Erfahrung. Wer in einer Krise steckt, weiß noch nicht, ob sich die Sache zum Guten oder zum Schlechten wenden wird. Diese Ungewissheit macht unruhig, aber in aller Regel ist die Gleichsetzung von „Krise“ und „Katastrophe“ kurzschlüssig.
„Das Wort Krise setzt sich im Chinesischen aus zwei Schriftzeichen zusammen – das eine bedeutet „Gefahr“ und das andere „Gelegenheit“.“ (John F. Kennedy)
Vertrauen auf Gottes Möglichkeiten auch in der Krise
Eine „Krise der Kirche“ kann durchaus etwas Positives auslösen. Voraussetzung dafür ist, dass wir auf Gottes Wirken auch in der Krise vertrauen. Wenn wir davon überzeugt sind, dass uns Gott auch in der Krise führt, können wir auch die notwendigen mutigen Schritte tun. Es mag sein, dass sich Strukturen, Finanzen, Personalzuweisungen usw. ändern. Es mag sein, dass wir uns auch als „Kirche vor Ort“ von manchem verabschieden müssen, was uns lieb geworden ist. Aber unsere inhaltliche Mitte bleibt bestehen.
Dabei sollten wir uns – mit dem Reformator Martin Luther - immer wieder klar machen, dass unsere Quelle die frohe Botschaft von der Liebe Gottes zu allen Menschen ist. Wir sind als Christinnen und Christen in diese Zeit, in diese Gesellschaft und an diesen Ort gestellt. Hier und heute haben wir zu wirken, damit alle Menschen etwas von Gottes Liebe erfahren.
Die christliche Botschaft ist nicht in der Krise
Möglicherweise sind wir im Moment nicht in der Lage, die frohe Botschaft so „an den Mann oder an die Frau“ zu bringen, dass sie dort sofort Wurzeln schlägt. Auch daran müssen wir arbeiten! Aber die christliche Botschaft ist nicht in der Krise. Dies merken wir auch, wenn wir über den Tellerrand hinaus schauen. Das Christentum wächst heute in den meisten Erdteilen der Welt sehr stark, besonders in Asien und Afrika. Hier zeigt sich, dass die christliche Botschaft nicht in der Krise ist, sondern nach wie vor die Menschen erreicht.
Mit der Hoffnung auf die Chance in der Krise grüßt Sie Ihr Pfarrer Detlev Schilling

























